Allgemeine Empfehlungen: Bild- und Videoqualität
Grundprinzip (wichtigster Gedanke)
Die meisten „schlechten“ Uploads entstehen nicht durch die Kamera, sondern durch:
- falsches Format
- zu dunkles Licht
- schlechte Audioqualität
- zu starke Kompression
Wenn du nur einen Fokus setzen willst: Licht + Ton.
1) Auflösung & Seitenverhältnis
Warum das wichtig ist: Plattformen schneiden oder komprimieren. Wenn du das Format falsch wählst, wirkt dein Content sofort unprofessionell.
Sichere Standards:
- 9:16 (Hochformat): Reels, Shorts, TikTok, Stories
- 4:5 (Hochformat): starke Feed-Posts (nutzt viel Screen)
- 16:9 (Querformat): klassische YouTube-Videos
Praxis-Tipp:
- Lege Text, Logos und wichtige Elemente nicht direkt an den Rand.
- Wenn du unsicher bist: erstelle eine Version in 9:16 (mobile-first).
2) Licht (macht mehr aus als die Kamera)
Ziel: Gesicht und Produkt sollen klar und „frisch“ aussehen.
Schnelle Verbesserungen:
- Stell dich ans Fenster (Tageslicht) und filme gegen das Licht von vorne.
- Vermeide Deckenlicht von oben. Das macht Schatten unter den Augen.
- Wenn es flackert: wechsle den Raum oder nutze Tageslicht.
Faustregel: Wenn es für dich etwas dunkel wirkt, ist es für die Plattform meist deutlich zu dunkel.
3) Audio (der unterschätzte Qualitätshebel)
Guter Ton wirkt sofort hochwertig.
Schnelle Verbesserungen:
- Geh näher ans Mikro. Lieber näher + leiser sprechen als weit weg + laut.
- Vermeide laute Räume (Straße, Küche, Hall).
- Wenn möglich: nutze ein Ansteckmikro oder ein gutes Headset.
Wenn du nur eine Sache kaufst: ein kleines Ansteckmikro ist oft die beste Investition.
4) Export-Settings (einfach gehalten)
Empfehlung für die meisten Videos:
- MP4
- Videocodec H.264
- Audio AAC
- 1080p als Standard
Framerate:
- 30 fps ist der Standard und reicht fast immer.
- 60 fps nur, wenn viel Bewegung drin ist (Sport, schnelle Schnitte, Screenrecordings mit viel Scrollen).
5) Kompression & Dateigröße (damit Uploads stabil bleiben)
Je größer und „schwerer“ die Datei, desto eher passieren:
- lange Upload-Zeiten
- Fehler beim Upload
- starke Nach-Kompression durch die Plattform
Praxis-Tipps:
- Exportiere lieber „sauber“ in 1080p statt „unnötig riesig“ in 4K.
- Wenn ein Video nach Upload matschig wirkt: exportiere neu mit moderater Bitrate.
6) Farbprofile & Bildformate
Farbprofil:
- Nutze sRGB für zuverlässige Farbdarstellung.
- Vermeide ProPhoto RGB, weil es nicht überall sauber unterstützt wird.
Bildformate (Faustregeln):
- JPG für Fotos (kleinere Dateigröße)
- PNG für Grafiken mit Transparenz
- WebP als moderne Alternative, aber nicht überall gleich gut unterstützt
7) Text im Bild/Video (lesbar auf dem Handy)
So wird Text schnell besser:
- Schrift größer als du denkst.
- Hoher Kontrast (hell auf dunkel oder dunkel auf hell).
- Hinterlege Text bei Bedarf mit einer halbtransparenten Fläche.
- Keine dünnen Fonts.
8) Untertitel & Barrierefreiheit
Warum das wichtig ist: Viele schauen ohne Ton.
Minimum:
- Untertitel für Videos.
- Alt-Text für Bilder (wenn verfügbar).
- Kontrastreiche Designs.
9) Kontinuierlich besser werden (ohne Stress)
Wenn du regelmäßig Content machst, ist das die schnellste Lernschleife:
- Poste.
- Schau dir 2–3 Beiträge später an: Was sieht „am schwächsten“ aus?
- Verbessere genau eine Sache beim nächsten Post (z. B. Licht).
So wirst du schnell besser, ohne alles auf einmal zu ändern.
Stand: 09. April 2026
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